„Con piacere“, mit Freude, das ist das Motto von Bärbel Reich-Staib, Blockflöten und Querflöte, Ulrich Kernen, Querflöte, und Brigitte Schroth, Cembalo, dem Trio con piacere. Als Gast war noch Reinhart Conzelmann, Violoncello, dabei.

„Mit Freude musizieren und mit Freude zuhören“, das wünschte der Hausherr der evangelischen Kirche Roßwälden, Pfarrer Alfred Kohnke, dem Publikum.

Das Programm reichte von festlicher Barockmusik des zu Lebzeiten auf Augenhöhe mit dem großen Johann Sebastian Bach, dann aber leider in Vergessenheit geratenen Dismas Zelenka, über das romantische „Benedictus“ von Camille Saint.-Saëns bis in die Moderne zu Dmitri Shostakovich, ausgewogen und mit Lebendigkeit dargeboten. Der Einsatz des Cellos verlieh dem Konzert Tiefe und viele zusätzliche Klangfarben.

Insgesamt zeichnete sich das Trio mit dem Gastcellisten durch elegantes Zusammenspiel, temporeiches Spiel und abwechslungsreiche Dynamik aus. Das Cembalo war immer gegenwärtig, unterstützte die Flöten und das Cello, machte die solistischen Einlagen der anderen Instrumente zu Höhepunkten des Konzerts. Mit fast sphärischen Klängen tat sich Bärbel Reich-Staib auf der Flöte im „Benedictus“ aus dem Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saëns hervor, ein zauberhaftes Klangbild erschaffend im Zusammenspiel mit dem Cembalo. Aber auch bei Georg Philipp Telemanns „Partita Nr. 5 e-moll“ und seiner „Suite a-moll“ erklangen echte Perlen, mit jedem der einzelnen Musikstücke eigenen Charakter, die die Musiker genial ausdrückten, die Tempi rasant nehmend und trotzdem filigran mit klaren Tönen und präziser Tongebung, ein richtiges Highlight des Konzerts! Auch der Gastcellist gab seine musikalische Visitenkarte mit einer feinen Palette von den unterschiedlichsten Klangfarben ab in der „Sonate d-moll“ des Niederländers Willem de Fesch. Immer wieder gelangen feine Kontraste. So gab Ulrich Kernen ein geradezu musikalisches Gewitter auf seiner Flöte im „Konzert d-moll“ von einem der Bach Söhne zum Besten als Gegensatz zum klingenden Cello davor. Auch hier zeigte sich das Cembalo mit überzeugender Begleitung, fein gestalteter Dynamik und immer wieder auch solistischen Einsprengseln des Cembalos.

Das Konzert enthielt die Vielfalt der genannten Epochen und die Musikerinnen und Musiker konnten ihre eigene Begeisterung an dieser Musik dem Publikum vermitteln, das herzlichen Beifall am Schluss und dazwischen spendete. Das Ensemble bedankte sich seinerseits mit einer eigens für es komponierten Musikstück zum Choral "Du meine Seele singe, wohlauf und singe schön".

Lilli Ell