Konfirmation

Konfirmanden Roßwälden - Weiler 2016

 

Das Wort „Konfirmation“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "Bestärkung" bzw. "Bestätigung". Von da her lässt sich der Sinn der Konfirmation doppelt bestimmen:
 
Zum einen bekräftigt Gott sein Ja, das er grundlegend in der Taufe gegeben hat. Im Konfirmationsgottesdienst kommt dies besonders bei der Einsegnung zum Ausdruck: Die Konfirmanden werden unter Handauflegung gesegnet und erfahren so den Zuspruch Gottes, werden bestärkt im Glauben. Danach erhalten sie ein Bibelwort als persönliches Wort für ihr Leben (Konfirmationsdenkspruch).
 
Zum andern werden die Konfirmanden auf ihren eigenen Glauben angesprochen und sollen ihrerseits Ja zu Gott und zur Kirche sagen und damit ihre Taufe als kleine Kinder bestätigen. Zusammen mit der Gemeinde stimmen sie als mündig gewordene Christen in das christliche Glaubensbekenntnis ein.

 

Konfirmationen in unserer Gemeinde

Die Konfirmationen finden in unserer Kirchengemeinde in der Zeit zwischen Ostern und Pfingsten statt, normalerweise an den Sonntagen Kantate und Rogate.

 

Konfirmiert werden Jugendliche in der Regel in dem Jahr, in dem sie 14 Jahre alt sind oder werden. Konfirmanden besuchen im Jahr ihrer Konfirmation normalerweise die 8. Klasse, da gemäß eines Erlasses des Kultusministeriums nur noch in dieser Klasse kein Nachmittagsunterricht stattfindet.

 

Informationsabend vor Beginn des Konfirmandenunterrichts

Im Mai des Vor-Konfirmations- Jahres werden die zukünftigen Konfirmandinnen und Konfirmanden sowie ihre Eltern zu einem Informationsabend eingeladen.  Anschließend besteht die Möglichkeit zur Anmeldung. Eltern und Konfirmanden, die an diesem Informationsabend nicht teilnehmen können, werden zu einem Informationsgespräch ins Pfarramt eingeladen.

Gemeinsamer Infoabend für zukünftige Konfirmanden und Konfirmandinnen:

Termin wird bekanntgegeben

 

 

Elternabend

Ein  Elternabend, in dem der Konfirmationstag und der Konfirmationsgottesdienst sowie das Abendmahl mit den Neukonfirmierten besprochen werden, findet meist im Januar/Februar vor der Konfirmation statt.

 

Unterrichtsbeginn

Der Konfirmandenunterricht beginnt nach den Pfingstferien, üblicherweise am Mittwochnachmittag, in der Zeit bis zu den Sommerferien u.U. auch an einem anderen Wochentag.
 
Konfirmandenfreizeit (Pflichtbestandteil des Unterrichts)
Konfi – Camp in Rötenbach im Juli (kurz vor den Sommerferien)

 

Konfirmationen 2016

Roßwälden: 24. April 2016

Weiler: 1. Mai 2016

 

Konfirmationen 2017

Roßwälden: 21.Mai 2017

Weiler : 14.5.2017

 

 

 

Projekt der Konfirmanden 2013/14

Beim Sichten und Zählen der Handys

Handys sind aus dem Alltag nicht wegzudenken. Immer neuere Modelle kommen auf den Markt, ausgediente Mobiltelefone verschwinden in der Schublade. Allein in Deutschland liegen fast 83 Millionen alte und kaputte Mobiltelefone unbenutzt im Schrank – kleine Schatzkisten, denn Rohstoffe wie Gold, Kupfer oder Coltan sind ein kostbares Gut und nicht unbegrenzt verfügbar.

Ohne das seltene Coltan, das für die Herstellung technischer Geräte unabdingbar ist, gäbe es weltweite Funkstille. Doch das Erz stammt häufig aus dem Ostkongo, wo es unter lebensbedrohlichen Bedingungen und teils durch Kinderarbeit abgebaut wird. Rebellen und Soldaten kämpfen seit Jahren um die Kontrolle der Bodenschätze. Die Folgen sind brutale Gewalt und Armut. Frauen trauen sich oft nicht mehr auf ihre Felder und können ihre Familien nicht mehr versorgen. Kinder können nicht mehr in die Schule gehen und schuften in den teils illegal betriebenen Minen.

Mit dem Verkauf der Rohstoffe verdienen die Minenbetreiber Geld für den Waffenkauf. Auf oft illegalen Handelswegen kommen die Rohstoffe auf den Weltmarkt. In Fertigungsfabriken asiatischer Länder werden sie unter teils menschenunwürdigen Bedingungen verarbeitet und landen schließlich in unseren Handys, von denen mittlerweile mehr als 1,6 Milliarden pro Jahr weltweit verkauft werden. Eine gezielte Wiederverwertung der Rohstoffe oder Wiederverwendung der alten Telefone würde den neuen Bedarf deutlich senken.

Die Konfirmandinnen und Konfirmanden unserer Kirchengemeinde sowie die Schülerinnen und Schüler des Evang. Religionsunterrichts der Klasse 9a des Raichberg Gymnasiums  haben sich in den letzten Wochen damit beschäftigt und beteiligten sich an der Mitmach-Aktion 'Handy – Segen oder Fluch?' (Januar - Mai 2014)  des Deutschen Instituts für Ärztliche Mission e.V. (Difäm) in Tübingen.

213 nicht mehr gebrauchte Handys wurden an verschiedenen Stellen abgegeben. Mit dem Erlös der Sammelaktionen unterstützt das Difäm die Gesundheitsarbeit der Kirchen im Ostkongo. Die medizinische Arbeit der Kirchen bietet für viele Menschen in der Krisenregion die einzige Möglichkeit einer Gesundheitsversorgung. Die Organisation für weltweite christliche Gesundheitsarbeit finanziert den Aufbau und die Ausstattung von Gesundheitsstationen mit Medikamenten, medizinischen Geräten sowie Betten und fördert die Ausbildung einheimischer Fachkräfte sowie die Aufklärung an Schulen. Zudem engagiert sich das Difäm für verletzte und traumatisierte Frauen und vergibt Mikrokredite an die Frauen, die Opfer sexueller Gewalt wurden.

Konfirmanden 2015/2016 auf Konfi-Camp in Rötenbach

Am 26. Juli stand für die 17 Konfirmandinnen und Konfirmanden aus Roßwälden und Weiler ein Wochenende der ganz besonderen Art vor der Tür: das Konfi-Camp. Zusammen mit Pfarrer Alfred Kohnke, drei Mitarbeiterinnen und rund 200 anderen Konfirmanden aus dem Dekanat Göppingen tauschten sie für zwei Nächte ihr bequemes Bett zuhause gegen ein einfaches Feldbett aus. Auf einem großen Zeltplatz in Rötenbach drehte sich an diesem Wochenende alles um das Thema „Respekt“. Bei einem bunten Eröffnungsabend voller Spiel und Spaß konnten die ersten Bekanntschaften mit den Konfirmanden aus den anderen Gemeinden geschlossen werden. Am Samstag stand mit der „Power Hour“ eine kleine Bibelarbeit auf dem Programm, bei der es um das Gleichnis des unbarmherzigen Knechts ging. Diesem werden hohe Schuldbeträge vom König erlassen, der Knecht selbst aber fordert die Schulden, die ein anderer bei ihm machte, ohne Nachsicht zurück. In Kleingruppen tauschten die Konfirmanden ihre unterschiedlichen Meinungen zu der Geschichte aus und erzählten offen über eigene Erfahrungen und Erlebnisse zum Thema Schuld und Respekt. Nachmittags konnten bei einem großen Gruppenspiel viele verschiedene Spiel-Stationen durchlaufen werden: vom Montagsmaler über ein Regenrinnenwetttrinken bis hin zum Geschicklichkeitsparcours. Dabei war jeweils ein Konfirmand pro Gruppe blind, taub oder lahm, sodass man auf gegenseitige Hilfe, Rücksichtsnahme und natürlich auch wieder Respekt angewiesen war. Ein weiterer Höhepunkt des Konfi-Camps war der Auftritt des Illusionskünstlers Mr. Joy. Er verschluckte einen riesigen Luftballon, jonglierte das Vater-Unser und verband auch andere seiner unglaublichen Zaubernummern mit der christlichen Botschaft. Ganz nebenbei brachte er so den staunenden Konfirmanden und Mitarbeitern die Worte der Bibel mal auf eine ganz andere und besondere Art und Weise näher. Am Sonntagvormittag wurde im großen Zirkuszelt der Gottesdienst abgehalten, bevor es dann schon wieder ans Packen für die Heimreise ging. Ausgerichtet und organisiert wird das Konfi-Camp vom Evangelischen Jugendwerk Göppingen. Rund 90 Mitarbeiter sorgten vor Ort erfolgreich für einen reibungslosen Ablauf. Erschöpft, aber glücklich und mit vielen neuen Erfahrungen und Bekanntschaften im Gepäck ging es am Sonntagnachmittag dann wieder zurück Richtung Roßwälden und Weiler. Die Konfirmandinnen und Konfirmanden dürfen sich jetzt auf ein spannendes gemeinsames Konfi-Jahr freuen.

Johanna Held

Johanna Held

Beim Essen

Impressionen

Stimmungsvoller Abendschluss am Lagerfeuer