Orgel Weiler

Orgel Weiler

Es war eine bewegende, festliche Feierstunde, als am 4. Advent 2005 die neue Scharfe-Orgel durch den Göppinger Bezirkskantor, Kirchenmusikdirektor Klaus Rothaupt und Pfarrer Alfred Kohnke eingeweiht wurde. Klaus Rothaupt ist es an diesem Abend gelungen, mit seinem Konzert das klangliche Spektrum der verhältnismäßig kleinen Orgel in all seinen Facetten darzustellen.

 

Wie kam es dazu?

 

Lange Jahre war zur gottesdienstlichen Begleitung in Weiler eine elektronische Orgel in Gebrauch, die von einer angesehenen Mitbürgerin großzügig bezuschusst worden war. Doch der Zahn der Zeit machte vor dem Instrument nicht halt; es wurde grundlegend reparaturbedürftig.

 

Nach eingehenden Überlegungen und fachlich kompetenter Beratung durch den Orgelsachverständigen, Kirchenmusikdirektor Gerhard Klumpp aus Geislingen, wurde von einer Instandsetzung bzw. Anschaffung eines neuen ähnlichen Instruments abgesehen.

Der Erwerb einer gebrauchten Kleinorgel scheiterte am Verhalten des Verkäufers, so dass – dem Himmel sei Dank –, neue Überlegungen notwendig wurden.

Dadurch kam die im Ebersbacher Teilort Bünzwangen ansässige Orgelbaufirma Scharfe ins Gespräch, die mit einem günstigen Angebot für eine brandneue kleine aber feine Orgel den Auftrag aus dem Nachbarort Weiler erhielt.

 

 

Orgel Weiler - Spieltisch

Diese Entscheidung des Kirchengemeinderats kann man aus heutiger Sicht nur begrüßen, auch wenn der Orgelfonds dadurch etwas stärker belastet wurde. Nachkommende Generationen werden es den Entscheidungsträgern danken, denn die Lebensdauer einer solide „nach Maß“ erbauten Pfeifenorgel übersteigt die eines elektronischen Instruments um ein Vielfaches!

 

Für die Firma Scharfe war es natürlich besonders wichtig, in ihrer allernächsten Umgebung eine gute Arbeit abzuliefern, zumal die räumlichen Verhältnisse in der Blasiuskirche sehr exakte Planungsschritte erforderten. Der Tradition folgend, wird bei der Firme Scharfe alles, was möglich ist, in eigener Werkstatt hergestellt: Gehäuse, Holzpfeifen, Windlade, auch der Spieltisch mit seinen vielen Mechanikteilen stammt aus eigener Werkstatt. Die kleinste je bei Scharfe gebaute einmanualige Orgel stellt sich aber nicht nur als optisches Schmuckstück dar, sondern bietet mit ihrer Disposition neben einer angemessenen gottesdienstliche Begleitung auch eine gute Basis für Musikaufführungen.

Register

Registrierung:

 

Prinzipal 8’

Gedeckt 8’

Flöte 4’

Doublette 2’

Subbass 16’

 

aus dem Gemeindebrief

Mehr über die Weilermer Kirchenorgel entnehmen Sie bitte den Ausführungen von Orgelbaumeister  Bertfried Scharfe im Gemeindebrief der Evangelischen Kirchengemeinde Roßwälden-Weiler Advent 2005, den wir beigefügt haben.

 

W. Speidel