Orgel Roßwälden

Orgel Roßwälden auf der Empore

Zusammen mit dem umfangreichen Kirchenumbau der Benediktskirche Ende der 1970-er Jahre hatte auch die alte Orgel im östlichen Chorraum hinter dem Altar das Ende ihrer Tage erreicht und wurde durch eine 26 Jahre „junge“ Link-Orgel aus dem Hohenlohischen ersetzt. Aufgrund guter Kontakte zur Orgelbaufirma Link in Giengen/Brenz konnte die Kirchengemeinde Roßwälden-Weiler ein gebrauchtes Instrument erwerben, das aufgrund seines jugendlichen Alters noch viele Jahrzehnte lang seinen Dienst verrichten wird.

 

Mit der künstlerischen Neugestaltung der drei Kirchenfenster (Nordost – Ost – Südost) war auch eine Verlegung des neu angeschafften Instruments an die Westempore erforderlich geworden. Dafür wurde die Empore erweitert und baulich verstärkt.

 

Für den Einbau der Orgel sowie den Entwurf und Neuaufbau des Orgelgehäuses (Prospekt) zeichnete die Bünzwanger Orgelbaufirma Scharfe verantwortlich. Das alte Gehäuse entsprach nicht mehr dem damaligen Zeitgeist. Auch die Disposition und Neuintonation wurde seitens der Firma Scharfe fachkundig vorgenommen. So entstand eine sehr gebrauchstüchtige Kirchenorgel. Die Einweihung am Sonntag Kantate (13. Mai 1990) wurde durch Pfarrer Karl-Heinz Keller vorgenommen.

 

Registrierung:

 

Manual I:      Mixtur 4-fach

                   Nasal 2 2/3’

                   Flöte 4’

                   Oktave 4’

                   Gedackt 8’

                   Gamba 8’

 

Manual II:     Tremolant

                   Scharfzimbel 3-fach

                   Sifflöte

                   Prinzipal 2’

                   Sesquialter 2-fach

                   Rohrflöte 4’

                   Spitzflöte 8’

 

Bässe:          Choralbass 4’ + 2’

                   Oktavbass 8’

                   Subbass 16’

 

Die Link-Orgel besticht durch eine eigenwillige Registrierung, die der Gewöhnung bedarf. Sie bietet aber mit ihren zusätzlichen Koppeln dem Organisten vielfältige Möglichkeiten, das Klangbild zu variieren, auch ohne dass man ein Schwellwerk vermissen würde

 

W. Speidel