Männervesper: Nachhaltig mobil!

<h1>Roßwälder Männervesper am 22. Jan. 2018, 19:30 Uhr im Bürgerhaus Weiler</h1>

Nachhaltig Mobil im ländlichen Raum – vorbildliche Beispiele aus ganz Deutschland

 

 

Einmal im Jahr findet das Männervesper der evangelischen Kirchengemeinde Roßwälden-Weiler im Bürgerhaus in Weiler statt. Und das passt zu dem Thema: „Nachhaltige Mobilität im ländlichen Raum“ Nach 19:00 Uhr kommt man mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht nach Weiler und Waren für den alltäglichen Bedarf werden kaum angeboten. Hier erlebt man hautnah was es bedeutet vom Auto vollkommen abhängig zu sein. Dabei sind alle Facetten des Lebens betroffen, der Weg zur Schule und zum Arbeitsplatz wird immer weiter, Einkaufsläden, Bankfilialen und Behörden am Ort schließen, der Aktionsradius für Erholung und Freizeit weitet sich aus.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland begab sich deutschlandweit auf die Suche nach guten Beispielen, mit denen die Mobilitätssituation der Menschen in den verschiedenen Regionen verbessert wurde. Immerhin 80 vorbildliche Maßnahmen aus den Bereichen Innovative Schienenprojekte, Neuschaffung straßengebundener ÖPNV-Projekte, Optimierung bestehender Verkehrsangebote und bürgergetragene Projekte kamen zusammen.

(siehe auch: www.bund-bawue.de/nachhaltig-mobil)

Klaus-Peter Gussfeld, Referent für Verkehr und Raumordnung beim BUND-Baden-Württemberg zeigte anhand dieser Beispiele, dass Verbesserungen der Situation in allen angesprochenen Bereichen möglich sind. Dabei ist der Weg zu einer nachhaltigen Mobilität meist lang und mühevoll. Er erfordert Menschen mit einer guten Ortskenntnis, die bereit sind Verantwortung zu übernehmen und große Einsatzbereitschaft und Durchsetzungsvermögen mitbringen. Dazu bedarf es auch einer gezielten finanziellen Förderung, die auch über die Förderung von Pilotprojekten hinausgeht.

Aus den gezeigten Beispielen ergeben sich vielfältige Handlungsempfehlungen:

-       Bessere Verknüpfung der Verkehrsträger und der vielen lokalen Verkehrsverbunde

-       Für Zeiten schwacher Nachfrage Einsatz von Rufbussystemen

-       Ausgestaltung von Knotenbahnhöfen zu Mobilitätsdrehscheiben mit Angeboten für Park&Ride, Carsharing und Fahrradverleihsystemen

-       Sicherstellung der Finanzierung aus verschiedensten Fördertöpfen

-       Innovation durch Mobilitätsberatung und Mobilitätsmanagement

-       Wandel der Mobilitätskultur durch Verkehrsvermeidung und Entschleunigung

Die anschließende Diskussion zeigte die große Bedeutung des Themas Mobilität auch in unserem Raum und die Notwendigkeit mit Einsatz und Kreativität an der Verbesserung der lokalen Situation zu arbeiten. Theodor Mayer