Klassisch und modern, solo und Ensemble - Benefizkonzert zugunsten der Benediktskirche

Zu einem ganz besonderen Benefizkonzert war Ende Februar in die Ev. Kirche Roßwälden eingeladen worden.
Mit Musik verschiedenster Stilrichtungen und Kombinationen präsentierte sich das seit dem Sommer 2014 bestehende Trio Mélange mit Desirée Maurer- Gesang, Dominik Dörner-Trompete, Eddy Scheck-Piano und dem Gast Tamara Schwegler-Trompete. Ohne Worte setzte sich Eddy Scheck an das Klavier und eröffnete das Konzert mit dem schwungvollen „Father Song“ von Jim Snidero. Dominik Dörner setzte mit der Trompete wohlklingend ein. Unterstützt wurden die beiden Musiker von ihrem Ensemblemitglied Desirée Maurer und Gast Tamara Schwegler, welche mit Percussion aus dem Publikum heraus das Ensemble vervollständigten. In einer kurzen Begrüßung erklärte der Pianist und Moderator Eddy Scheck, dass dies das erste Konzert unter dem Namen Trio Mélange sei. Mélange soll für Mischung und Vielfalt stehen. So bunt gemischt die Besetzung ist, so bunt gemischt war auch das Programm. Nach dem ersten Gesangspart „Put your records on“, zart vorgetragen von D. Maurer folgte das Solostück „Ain´t no sunshine“ von Bill Withers gespielt von E. Scheck. Sofort riss er das Publikum mit seiner Freude am Klavierspiel und Bodypercussion in seinen Bann, sodass es nicht lange dauerte, bis die Zuhörer dazu schnippten. Was die Musiker dieses Trios verbindet, egal aus welcher Stilrichtung sie kommen, ist die Kunst über die Musik Gefühle auszudrücken. So wie die Liebe und Freude in den ersten Stücken verkörpert wurden, gelang es dem klassischen Duo mit D. Maurer (Voc.) und D. Dörner (Trp.) ausdrucksstark und mit klarem Klang die zwei darauffolgenden getragenen Stücke „Sollt halt ned so bleibn“ von den Zillertaler Schützenjägern und „Bei meiner Seele“ von Xavier Naidoo zu präsentieren.
Dieses ausdrucksstarke Musizieren übertrug sich auf das Publikum, sodass der erste Part nach eindrucksvoller Stille mit anhaltendem Applaus abgeschlossen wurde.
Obwohl Eddy Scheck nach seiner eigenen Einschätzung alles andere als ein Klassiker ist, brillierte er auch auf diesem Gebiet bei der Begleitung der Schülerin von Dominik Dörner Tamara Schwegler im zweiten Teil (Concertino de concours v. René Louthe). Die Mischung aus Romantik in Schuberts „Ave Maria“ für Trompete und Klassik „Caro mio ben“ von G. Giordani für Gesang verzauberte das Publikum erneut. Mit der Unterstützung von D. Maurer präsentierte sich E. Scheck im zweiten Block mit einem Popklassiker „You´ve got a friend“ von C. King, mit dem der klassische Teil mit viel Beifall zu Ende ging.
Im letzten Teil traf die Vielfalt von Soul, Pop und den Klassikern der Blasmusik aufeinander. Zunächst musste sich der Trompeter D. Dörner an der Cajon zurückhalten, während sich die drei Stimmen bei „The way I am“ von I. Michaelson hervorragend aufeinander einschwangen, doch dann wurde seine experimentelle Spielfreude in einer Trompetenimprovisation im "Hochzeitsmarsch meets Blurred lines" für alle hörbar. Mit freudigem Klatschen und flotten Pfiffen wurde das Trio in der schon fast spürbaren Festzeltatmosphäre unterstützt. Gekonnt leitete D. Dörner zu dem von D. Maurer gesungenen Popklassiker über. Die Überschneidung der beiden Stücke präsentierte den Höhepunkt des von E. Scheck arrangierten Werks. Zum Ausklang genoss das Publikum das Trompetensolo „Guten Abend, gut´Nacht“ mit Dominik Dörner, auf welches die engelsklare Stimme von Desirée Maurer mit dem Lied „Over the rainbow“ und der gefühlvollen Begleitung von Eddy Scheck am Klavier antwortete. Beendet wurde das wunderschöne Potpourri durch ein Trompetenduo.
Herr Pfarrer Kohnke betonte, dass sich der mühsame Transport des Klaviers auf jeden Fall gelohnt habe. Durch die ungewohnten Klänge des heutigen Konzerts kam das Klavier wieder einmal voll zur Geltung. Er bedankte sich bei den Künstlern mit einem Geschenk.
Bei der anschließenden Zugabe „The Rose“ konnte D. Maurer ihre glockenklare Stimme ein weiteres Mal zur Geltung bringen. E. Scheck begleitete sie auch hier souverän mit wohlklingendem Klang auf dem Klavier. Die zweite Stimme, harmonisch intoniert vom Trompeter D. Dörner, versetzte die Zuhörer in eine gefühlvolle Stimmung. Als zweite Zugabe gab es noch einmal den Ohrenschmaus „Hochzeitsmarsch meets Blurred lines“.
Das zahlreich erschienene Publikum konnte sich über einen Musikgenuss der ganz besonderen Art freuen. Von gefühlvoll, über witzig bis hin zum schmunzeln reichte die Bandbreite.